HERZLICH WILLKOMMEN

Hervorgehoben

…auf unserer Website und schön, dass Sie sich für unsere Tiere und unsere Arbeit interessieren. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Surfen in unseren Rubriken. Für Fragen und Anregungen sind wir offen und freuen uns über jede Kontaktnahme. Vielen Dank schon jetzt für Ihren Besuch und bis bald  – hier auf der Website oder in der Tiervermittlung in Schottikon oder vielleicht sogar in Bulgarien bei Asja und Magi auf unserer Station.

Spas

Wir haben ganz vergessen, unseren Neuakömmling Spas vorzustellen. Mitteilung von Asja vom 6.5.16:

Vorige Woche sollte  ich einige Mal zur Station hinfahren und 3 Tage sah ich auf einem und denselben Platz in der Naeh vom Autobahn, auf dem Felden ein liegender schwarzer Hund. Ich war sicher, da war etwas nicht in Ordnung, es hat viel geregnet und kein Tier wuerde einfach so liegen ohne sich zu verstecken. Es war nicht leicht den Hund zu erreichen, da man nicht auf dem Autobahn anhalten kann und ich musste 200 m durch eine schlammige Wiese laufen um nachzusehen – er konnte sich irgendwie nicht bewegen, er hat geknurrt aber von meiner Hand Futter gegessen. Da ich es alleine nicht schaffen konnte weder den Hund einzufangen noch die Boxe 200 m durch den Schlamm zu tragen, bin ich zu Magi gefahren, sie geholt und natuerlich ging mit Magi alles problemlos. Sie hat mit dem Hund gesprochen, ihn gefuettert und gestreichelt bis ich die Boxe gebracht habe. Dann haben wir ihn in die Boxe eingepackt aber vor uns stand die grosse Herausvorderung fast 30 Kg durch das schlammige Feld bis zum Auto zu tragen. Langsam, mit vielen Pausen haben wir es geschafft. Den Hund haben wir Spas getauft, das bedeutet auf Bulgarisch „gerettet“. In der VetKlinik wurde er geroengt und getestet. Er ist gesund aber wegen den vielen Zecken, die er hatte, hat er eine Impfung sofort gegen die Zeckenkrankheiten bekommen. Leider sind seine Vorderbeine nicht in Ordnung, er hat auf dem linken Vorderbein einen alten Bruch, der nicht mehr behandelt werden kann, auf dem rechten Bein hat er einen ganz neuen schlimmen Bruch fast auf der ganze Laenge des Beines. Die Tieraertzte haben es versucht mit OP den Bruch zu behandeln aber haben doch entschieden es nicht zu machen. Der Bruch ist sehr lang und umgedreht und bei einer Befestigung soll sehr viel Weichgewebe entfernt werden. Das ist gefaehrlich, da viele Muskeln und Nerven bei so einer Intervention zerrissen sein koennen und so muss Spas einfach ohne viel Bewegung warten, bis der Bruch heilt. Er wird hinken aber wir hoffen er wird nach dem Abheilen keine Schmerzen haben.

Nero, Mila und Putz

Vor ca 2 Wochen hat Asja Putz auf dem Weg ins Dorf angetroffen. Er hat zwar das Futter gefressen, liess sich aber nicht fangen. Dann traf Asja Mila und Nero bei der Mülltonnen. Sie sahen nicht verhungert aus, weshalb Asja annahm, die gehören jemandem im Dorf. Asja erzählte Magi von den Hunden. Vor ein paar Tagen rief dann Magi an, Putz sei vor dem Tor erschienen und zwei Tage darauf waren auch Mila und Nero da und begehrten Einlass. Letztes Wochenende wurden nun die neuen drei zum Tierarzt gefahren. Nero war bereits kastriert, vermutlich als Welpe, Mila war trächtig (die Kleinen müssen nun nicht mehr zur Welt kommen) und Putz ist noch etwas ängstlich.

 

Wochenendimpressionen

Der „bissige Rüde Velitschko“ von der Strasse ist ein total anhänglicher lieber Hund geworden und geniesst das ruhige Leben auf der Station sichtlich. Dank der Hilfe von regelmässigen Spendern konnten drei Dorfkatzen kastriert werden, die dann wieder freigelassen werden. Kastrationen sind einfach das wichtigste an der Tierschutzarbeit! Und das wiederum kann nur gemacht werden Dank den Spenden, die wir entgegennehmen dürfen, hier einmal mehr, ganz herzlichen Dank!

 

Harry Potter

Von seiner Rückenoperation kaum genesen musste Harry Ende Mai ständig brechen und konnte kein Futter bei sich halten. Zuerst dachte man, er habe ein Spielzeug verschluckt, doch die Röntgenbilder zeigten nichts. Es muss daher angenommen werden, dass er an einer Vergrösserung der Speiseröhre leidet, was ihm nicht ermöglicht, das Futter in den Magen gelangen zu lassen. Er muss also immer hoch gefüttert werden und es besteht immer die Gefahr einer Lungenentzündung.

Inzwischen ist Harry so eingestellt, dass er die Klinik wieder verlassen durfte. Seit ein paar Tagen frisst er wieder selbständig ohne Brechen. Er bekommt Tabletten und kleine Futterportionen, die langsam vergrössert werden können. Wir hoffen sehr, dass er sein Leben noch eine Weile geniessen darf! Bitte helft uns Daumen drücken für den lebensfrohen jungen Rüden!

 

Schami hat uns verlassen

Schami beim Mittagsschlaff 27.6.2015

Schami beim Mittagsschläfchen

Schami war mit ca. 17 Jahren der älteste Bewohner der Station. Er war als ganz kleiner Welpe von Herrn Milev gerettet worden und lebte seither bei uns. Letzte Woche wollte er nicht mehr fressen und in der Klinik stellte man fest, dass seine Nieren nicht mehr funktionierten. Heute Morgen durfte er nun ohne Schmerzen einschlafen. Der liebe, ruhige Rüde wird sehr fehlen!

Gibt es eine Hoffnung für unsere Bären?

Schauen Sie sich die beiden an. Das schönste Hundepaar der Welt lebt in Bulgarien
… noch!

Seit einigen Jahren begleiten wir nun Dobrin und Sandra. Meist aus der Ferne – aber bei jeder persönlichen Begegnung mit den beiden wird es sehr emotional, denn jedes Mal möchte man ihnen versprechen, sie bald in die Schweiz holen zu können und ihnen ein tolles Leben zu ermöglichen. Nicht dass sie es jetzt schlecht hätten – aber sie teilen sich dasselbe Schicksal. Beide leben alleine in einem Zwinger und beide sind so unglaublich menschenbezogen, dass es einem das Herz bricht, jedes Mal wenn man wieder den Zwinger verlässt. Dobrin und Sandra verstehen sich blendend. Leider wohnen sie nicht zusammen, denn Dobrin fühlt sich wohler draussen und Sandra drinnen in der Halle. Dies hat die traurige Konsequenz, dass sie mit Ausnahme der gemeinsamen Zeit im Auslauf immer allein sein müssen. Dobrin und Sandra spielen sehr liebevoll mit allen Welpen auf der Station. Einfach mit anderen erwachsenen Hunden möchte man sie nicht zusammen lassen, weil sie zu gross und kräftig sind, als dass sie zu grob werden könnten.
Es ist so traurig zu sehen, wie die beiden immer darauf warten, dass Menschen ihnen einen Moment ihrer Zeit schenken; sie kraulen, streicheln und in die Arme nehmen. Sie sind so sanft mit uns Zweibeinern, dass es schwer fällt zu glauben, sie könnten anderen Hunden etwas tun. Aber sicher ist sicher – und leider ist die Kapazität nicht da auf der Station, eine Begegnung lange zu begleiten.
Sandra und Dobrin geniessen aber die Stunde, in der sie miteinander spielen und toben dürfen. Sie wissen genau wie „grob“ sie miteinander umgehen dürfen und wo es zu viel ist. Wenn Menschen in der Nähe sind, sind diese jedoch noch viel interessanter, denn dieses Vergnügen haben sie noch seltener. Dobrin, der grosse Eisbär mit den verträumten Augen ist nur lieb, nur anhänglich und er lässt alles mit sich machen, obwohl er natürlich die Kraft von drei Hunden hätte. Und genau so ist auch Sandra, die wunderschön gezeichnete Riesenhündin.
Das Allerschönste für die beiden ist ein gemeinsamer Spaziergang ins Grüne. Dies geniessen sie so sehr, so selten diese auch stattfinden. Anfangs spürt man dann die Kraft, die in ihnen steckt, aber das euphorische Ziehen lässt schnell nach und so watscheln sie später gemütlich mit und sind selig vor Glück. Bei Begegnungen mit fremden Hunden ist insofern Vorsicht geboten, als dass beide eben viel Kraft haben, und man sie schwer halten kann, wenn sie „Gas geben“. Dies dürfte jedoch mit etwas Hundeschule bestimmt schnell ändern. Ein Training hatten sie bis jetzt noch nicht.
Sandra hatte zwischenzeitlich Gesundheitsprobleme aber diese scheinen nun langsam behoben zu sein.
Dobrin, der draussen im Gehege lebt, ist den riesigen Temperaturunterschieden ausgesetzt die in Bulgarien herrschen. Der Winter scheint ihn nicht so sehr zu stören, denn er hat das dichteste Fell, dass man sich bei einem Hund vorstellen kann. Für ihn wird es wohl eher im Sommer unerträglich sein bei der sengenden Hitze in seinem Fellkostüm. Noch so gerne lässt er sich jedoch frisieren, scheren und bürsten. Stundenlang hält er in allen Posen hin, wenn man ihm etwas den Pelz trimmt. Hauptsache Menschenkontakt!
Und nun zu unserem Anliegen:

Wir möchten dem Zukunftsglück der beiden ein wenig auf die Sprünge helfen und fragen Sie, liebe Hundeliebhaber:
Gibt es irgendwo in der Schweiz ein Plätzchen für diese beiden sanften Riesen, wo sie miteinander alt werden dürfen? Wo sie einen schönen Garten haben, evt. ein Grundstück, das sie auch bewachen dürften, aber in erster Linie einen oder mehrere liebe Menschenfreunde, die ihnen viel Zeit, Glück und menschliche Wärme schenken, was im Moment aufgrund des Zeitmangels von Magi und Asja einfach nicht möglich ist?
Jeder, der diese zwei Hunde persönlich kennt wünscht ihnen nicht mehr, als ein schönes gemeinsames Zuhause wo sie viel Platz und viel Aufmerksamkeit bekommen. Leider sind solche Plätze eher rar – aber wer weiss?

Wer hat ein Herz für diese Seelen – und wer könnte ihnen ein Zuhause bieten, wo sie drinnen und draussen sein dürfen? Wo sie von Menschen verwöhnt werden und gemeinsam in eine unbeschwerte, glückliche Zukunft steuern dürfen? Es wäre einfach zu schön, wenn diese Hundefreunde irgendwann und irgendwo für immer beisammen sein dürften und nicht auf ihren so geliebten Menschenkontakt verzichten müssten.
Falls Sie eine Möglichkeit haben, diese Pfoten glücklich zu machen, melden Sie sich doch – lieber heute als morgen.

Velitchko: Das gefährliche Leben der Strassenhunde

5.6.16: Velitschko ist nun auf der Station. Wie alle Neuankömmlinge hat er zuerst mal eine ganze Runde nur geschlafen. Er ist ein lieber, total menschenbezogener Hund und Asja ist so glücklich, dass sie entschieden haben, ihn nicht mehr auf die Strasse zu schicken.

In der Klinik hat man festgestellt, dass er gechipt und von der Gemeinde als kastriert registriert worden ist. Das Röntgenbild zeigte, dass er im Bein eine Platte hat. Er muss also mal jemandem gehört haben, der sich um ihn kümmerte und seine Verletzungen behandeln liess.  Wie er dann auf die Strasse gekommen ist werden wir wohl nie erfahren. Jedenfalls liebt er es, gestreichelt zu werden und jammert leise, wenn man weggeht.

1.5.16: Der 1. Mai war in Bulgarien Ostern. Asja musste Magi zu einem Familienmittagessen fahren und die Patin Michèle vom Flughafen abholen. Am Strassenrand sahen sie einen verletzten HundVelitschko Der gebissene Hund 1, der sehr stark blutete. Sie stiegen aus und der Hund zeigte die Zähne und knurrte. Wir versuchten, ihn zu fangen, nach kurzer Zeit gab er auf, er war zu schwach, um sich gegen die dicke Decke zu wehren. Sie luden ihn ein und brachten ihn direkt in die Klinik. Dort wurde er gewaschen, rasiert und die Wunden behandelt. Velitschko (der Name für Menschen, die an Ostern Namenstag haben), wie er getauft wurde, ist ein älterer Hund, der schon öfters auf der Strasse leiden musste. Diesmal muss er von mehreren Hunden angegriffen und gebissen worden sein. Er hat jedoch auch ältere Verletzungen aVelitschko Der gebissene Hund 18.5.2016 1n den Hüften und am linken Vorderbein. Auch in der Klinik war er nicht sehr kooperativ, weshalb die Tierärzte vorschlugen, ihn nach der Behandlungszeit wieder auf die Strasse zu setzen. Das konnten Magi und Asja jedoch nicht übers Herz bringen. Sie bat die Leute in der Klinik, dass sie Velitschko besonders beobachten und ihm ein ruhiges Plätzchen ohne Stress mit viel Ruhe in der Klinik zuweisen. Nach 3 Tagen nun hat er sich schon sehr beruhigt, Asja besucht ihn täglich und nun nimmt er die Leckerlis schon aus der Hand ohne zu knurren. Sie ist guter Hoffnung, dass er sich auf der Station gut benehmen wird!